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Impressionen von der Porsche Sound Nacht Nr. 8

Impressionen von der Porsche Sound Nacht Nr. 8

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Am vergangenen Samstag versammelten sich rund 4.000 Zuschauer in der Stuttgarter Porsche Arena, um 13 vierrädrige Musikkünstler und 70 Jahre Porsche zu feiern

Porsche 356 Nr. 1 1948 / Porsche Sound Nacht 2018
Die Teilnehmer der Porsche Sound Nacht Nr. 8
So wird Musik gemacht / Porsche Sound Nacht Nr. 8
Targa Florio 1973: Herbert Müller, Gijs van Lennep Porsche 911 RSR
Stuck und Bell: Porsche 962 C 1987
Porsche 911 Targa Florio 1973 1:18 von Norev
Porsche 919 hybrid aus Le Mans
Porsche Sound Nacht Nr. 8: Porsche 804 Formel 1
JP Performance / JP Kraemer auf der Porsche Sound Nacht Nr. 8
Porsche911 964 Carrera 2 Cup / Porsche Sound Nacht Nr. 8

Es war nach Angaben von Porsche wie Geburtstag und Silvester für das Trommelfell zusammen: 13 vierrädrige Musikkünstler aus dem Porsche Museum brachten ungewohnten Sound in die Porsche Arena, pilotiert von ehemaligen und heutigen Rennfahrern sowie zahlreicher PS-Prominenz. Ehemalige Renningenieure und andere Zeitzeugen erinnerten sich an die Rennerfolge des Stuttgarter Sportwagenbauers und zündeten ein Feuerwerk automobiler Emotionen. Für die knapp 4.000 Zuhörerinnen und Zuhörer sind die Starts der meist ungedämpften Motoren die emotionalen Höhepunkte des Events. Anlässlich des großen Jubiläumsjahres "70 Jahre Porsche Sportwagen" fand die Sound Nacht in diesem Jahr in der Stuttgarter Porsche Arena statt. "Die Porsche Arena ist ganz genau der richtige Rahmen für das 70-jährige Jubiläum", so Marc Lieb.

Den Auftakt des Abends bildete der Porsche 356 Nr. 1 Roadster aus dem Jahr 1948, auf den sich das Jubiläum "70 Jahre Porsche" bezieht, denn er war der erste seiner Marke, der eine Straßenzulassung erhielt. In die Arena eingefahren wurde er von Walter Röhrl, dem zweifachen Rallye-Weltmeister und einer der vielseitigsten Rennfahrer aller Zeiten. Herbert Linge, der in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag gefeiert hat, stellte Technik und Geschichte des ersten Roadsters von Porsche vor. Der zweite Star des Abends: Herbert Linge blickte gemeinsam mit Rennmotoren-Entwickler Valentin Schäffer auf die Historie des Porsche 804 Formel 1 zurück. Renn- und Testfahrer Lars Kern präsentierte den Boliden dem Publikum. Schäffer: "Die Kleinsten sind immer die Lautesten."

Marc Lieb und der Beginn seiner Karriere

Marc Lieb, der sechs Gesamtsiege bei internationalen 24-Stunden-Rennen erzielen konnte und 2016 den Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans und den Fahrertitel in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft gewann, präsentierte den 911 996 GT3 RSR zusammen mit Stéphane Ortelli am Lenkrad. Mit Ortelli bestritt Lieb sein erstes Jahr als Werksfahrer. "Mit diesem Fahrzeug begann meine internationale Karriere", erinnert sich Lieb. "Es waren noch richtige puristische Autos ohne Traktionskontrolle. Das hat wirklich Spaß gemacht." Dazu Ortelli: "Dieses Auto berührt mein Herz: Man spürt dieses Auto und es ist einfach richtig laut.“ Den Renn-Elfer ohne Straßenzulassung aus dem Jahr 1998 stellten Roland Kussmaul und JP Perfomance vor, den 911 996 Cup. "Das 996 Cup Fahrzeug ist für mich eine richtige Maschine", betont JP.

Ein Mann und eine Diva

Olaf Manthey, Chef des Teams Manthey Racing gestand, wegen einer Diva seinen Fahrstil geändert zu haben: "Die Straßenversion des Renn-Elfers 911 Carrera 2 Cup der Baureihe 964 war zunächst wie eine Diva für mich. Ich musste mein Fahrverhalten komplett umstellen." Der ehemalige Renningenieur Norbert Singer und der ehemalige Rennfahrer Stéphane Ortelli sprachen über das Siegerauto von Le Mans 1998, den 911 GT 1998. "Dieses Auto war wie für Le Mans gemacht. Man kann es mit Fingerspitzengefühl 250 Kilometer pro Stunde um die Kurve tragen", lobte Ortell, "dieses Fahrzeug ist definitiv einer meiner Lieblingswagen." Zum ersten Mal war Derek Bell bei der Porsche Sound Nacht zu Gast. Zusammen mit Hans-Joachim Stuck erinnerte er sich an den Porsche 962 C, mit dem sie 1987 Le Mans gewannen.

"Ist es nicht das geilste Auto, was es gibt", fragte Stuck in das begeisterte Publikum. "Porsche hat es verstanden, ein Auto für die Fahrer zu bauen. Die Kombination aus Leistung, Reifen und Abtrieb machen den 962 C zu meinem absoluten Favoriten", betonte der gerne Strietzel genannte Publikumsliebling. Der Belgier Jacky Ickx, der zu den erfolgreichsten Rennfahrern bei Porsche zählt, aber 1985 auch in den für Stefan Bellof tödlich Unfall in Spa-Francorchamps verwickelt war, präsentiert den Porsche 935/78 "Moby Dick", mit dem er 1978 beim Sechs-Stunden-Lauf in Silverstone einen Sieg einfuhr. Den mit 621 kW / 845 PS stärksten 911 aller Zeiten anwerfen darf JP Performance, Youtuber und Fernsehmoderator: "Dieses Auto ist der Held meiner Jugend." Moderiert wurde der Abend übrigens von Walter Zipser und Schrauber-Queen Lina van de Mars aus "Grip – das Motormagazin" auf RTL II.

Der niederländische Rennfahrer Gijs van Lennep, Sieger in Le Mans 1971 und 1976 sowie bei der Targa Florio 1973, fuhr persönlich den 911 Carrera RSR Turbo 2.1 durch die Arena, der den Fans von Modellautos u.a. von Norev bestens bekannt ist. Zusammen mit dem Liechtensteiner und ehemaligen Rennfahrer Manfred Schurti stellte er den ersten 911 Rennwagen mit Turbolader vor. Hans Herrmann und die britische Rennikone Richard Attwood, der wie Bell ebenfalls zum ersten Mal bei der Sound Nacht dabei war, fuhren 1970 mit dem 917 KH den ersten von mittlerweile 19 Gesamtsiegen von Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans ein und zeigten den Typ 917 KH aus dem Jahr 1971. "Der 917 war ein grandioses Auto. Im Training fuhren wir 384 Kilometer pro Stunde auf der Geraden - im Rennen haben wir es dann bei 360 belassen", erinnert sich Hans Herrmann.

Aller Anfang ist schwer und mündet im Hattrick

Auch dieses Fahrzeug ist eines der beliebtesten Vorbilder, zu denen CMR, Minichamps und Spark derzeit viele Modellautos in den Maßstäben 1:43, 1:18 und dem trendigen Format 1:12 auf den Markt bringen. Marc Lieb durfte das Le Mans Siegerauto von 2017, den Porsche 919 Hybrid, am Abend der Soundnacht in die Arena einfahren. LMP1 Teamchef Andreas Seidl erinnerte an die schwierigen Zeiten zu Beginn des LMP1-Programms in den Jahren 2012 und 2013. Beim ersten Einsatz in Le Mans 2014 gelang fast der Überraschungssieg, doch so haltbar war der Hybrid-Prototyp damals noch nicht. Es folgten dann aber drei Gesamtsiege in Le Mans in Folge – der Hattrick war 2017 geschafft. Marc Lieb gewann dort 2016 – einer der größten Erfolge seiner Laufbahn.


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