Steve McQueens Bemühungen, die einzigartige Atmosphäre des 24-Stunden-Rennens von Le Mans auf die Leinwand zu bringen, sind unter Langstreckenfans bis heute bestens bekannt. Weniger bekannt sind dagegen die eigenen Leistungen des US-Filmstars hinter dem Lenkrad. Wäre es nicht die reine Wahrheit, könnte man McQueens Teilnahme am 12-Stunden-Rennen von Sebring 1970 glatt für eine Hollywood-Geschichte halten. Dort und in Le Mans spielte der Porsche 908/02 eine zentrale Rolle.
Der Porsche 908/02 mit der Startnummer 29 wurde in Le Mans 1970 bekanntlich als Kamerawagen eingesetzt. Herbert Linge und Jonathan Williams pilotierten ihn auf den neunten Gesamtrang. Dabei waren die beiden Fahrer gegenüber ihren Konkurrenten im Nachteil. Weil regelmäßig der Film gewechselt werden musste, waren deutlich häufiger Boxenstopps erforderlich als im normalen Rennbetrieb. Dennoch leisteten Linge und Williams ganze Arbeit, um möglichst viel vom Renngeschehen einzufangen.
Technische Probleme sorgten zwar dafür, dass ein großer Teil des gedrehten Materials unbrauchbar war. Dennoch erhielten die Zuschauer einen einzigartigen Einblick in das berühmte 24-Stunden-Rennen von Le Mans – Impressionen, wie sie bis heute nur wenige Filmproduktionen bieten konnten.
McQueens Wunsch, selbst in Le Mans anzutreten – entweder im 908/02 oder gemeinsam mit Jackie Stewart in einem Porsche 917 – scheiterte letztlich am Veto der Versicherungsgesellschaften. Doch noch im selben Jahr bot sich dem Schauspieler die Gelegenheit, bei einem anderen berühmten Langstreckenrennen an den Start zu gehen. Was dort geschah, hätte ebenfalls problemlos aus einem Hollywood-Drehbuch stammen können.
Bei den 12 Stunden von Sebring 1970 trat McQueen gemeinsam mit Peter Revson an. Nach einem Motorradunfall war er mit einem Gips am linken Fuß nach Zentralflorida gereist. Trotz seiner Entschlossenheit, am Rennen teilzunehmen, war seine Einsatzzeit am Steuer des Porsche mit der Startnummer 48 begrenzt. Den Großteil der Fahrarbeit übernahm daher der weniger bekannte, aber entscheidende Partner Revson.
So schnell der 908/02 auch war, konnte er mit den Werks-Porsche 917 und Ferrari 512S an der Spitze des Feldes nicht mithalten. Doch der Sebring International Raceway wurde seinem Ruf als „Carbreaker“ einmal mehr gerecht. Als die Dunkelheit hereinbrach und nur noch eine Stunde zu fahren war, lagen Revson und McQueen überraschend auf dem dritten Platz.
Dann geschah das nahezu Unvorstellbare: Beide vor ihnen liegenden Werkswagen gerieten in Schwierigkeiten. Ferraris Starfahrer Mario Andretti musste seinen ursprünglich eingesetzten Wagen wegen eines Defekts aufgeben und wurde kurzerhand in einem weiter hinten liegenden Werks-Ferrari platziert – mit der klaren Anweisung, alles auf den Sieg zu setzen. Andretti musste aufgrund seines hohen Tempos noch einmal zum Tanken an die Box und fiel dadurch erneut hinter den Revson/McQueen-Porsche zurück. Doch der Ferrari-Pilot hatte das nötige Tempo, um die verlorene Zeit wieder aufzuholen, die Führung zurückzuerobern und das Rennen schließlich mit gerade einmal 22 Sekunden Vorsprung zu gewinnen.
WERK83 hat die beiden Porsche 908/02 im Maßstab 1:18 verewigt – das Auto, das buchstäblich Teil eines Hollywoodfilms war, und den Porsche, mit dem McQueen selbst beinahe Rennsportgeschichte geschrieben hätte. Beide Modelle wurden in der gewohnt hochwertigen WERK83-Qualität gefertigt und spiegeln die Originale detailgetreu wider. Dazu gehören unter anderem eine liebevolle Nachbildung des Cockpits sowie die Ausführung als Rechtslenker.
Porsche 908/02 #48 2nd 12h Sebring 1970 McQueen, Revson 1:18 WERK83, UVP 79,95 €, Art-Nr.: W18063001
Porsche 908/02 #29 9th 24h LeMans 1970 Linge, Williams Camera Car 1:18, UVP 79,95 €, Art-Nr.: W18063002
Produkte
![]() | Porsche 908/02 #48 2nd 12h Sebring 1970 McQueen, Revson 1:18 WERK83 | 71,96 € |
![]() | Porsche 908/02 #29 9th 24h LeMans 1970 Linge, Williams Camera Car 1:18 WERK83 | 71,96 € |





















[01.10.2026] Fanlieblinge im Miniaturformat: Falken-Porsche vom 24h Nürburgring 2025
[24.09.2026] Ferrari 156: Dominant in eine neue Ära


















