Fast 40 Jahre lang führte Momo-Gründer Gianpiero Moretti eine parallellaufende Karriere als Rennfahrer und Unternehmer. Morettis Einsätze im Cockpit begannen in den frühen 60er Jahren bei Bergrennen. Kurz darauf machte sich der gebürtige Mailänder mit der Konstruktion eigener Lenkräder einen Namen. Der Durchbruch kam mit der Belieferung von Ferrari für den 158 F1, mit dem John Surtees 1964 Weltmeister wurde. Fortan war Gianpiero Moretti offizieller Ferrari-Ausrüster, da Firmenboss Enzo Ferrari Wert auf „Made in Italy“ legte. Später stieg er auch selbst für Ferrari ins Cockpit, zum Beispiel 1970 mit dem neuentwickelten 512 S, der es mit dem Porsche 917 aufnahm.
Außerdem konstruierte Moretti bald auch komplett eigene Rennwagen mit seinem Unternehmen Momo, das er 1966 gegründet hatte. Hinter dem Firmennamen stecken die beiden Anfangsbuchstaben seines Familiennamens und von Monza.
Trotz der besonderen Verbindung zu Ferrari fuhr Moretti etliche Rennen mit Porsche. Vor allem der 935 „Moby Dick“, mit dem er in der US-amerikanischen IMSA-Meisterschaft antrat, galt als sehr populär. Das lag sicherlich an der markanten roten Farbgebung auf der ebenso unverwechselbaren Karosserieform, die auf geringen Luftwiderstand ausgelegt war und dem Auto – in Anlehnung an den weißen Pottwal aus dem gleichnamigen Roman von Herman Melville – seinen Spitznamen einbrachte. Außerdem war der charismatische Geschäftsmann ein steter Magnet im Fahrerlager, was Moretti gerade in Anbetracht des für ihn wichtigen US-Marktes zugutekam.
Mit dem roten Moby Dick machte Moretti 1981 auch einen Abstecher zur Deutschen Rennsport-Meisterschaft an den Norisring. Bei seinem Gaststart belegte er den zweiten Rang in der Division 1 hinter Hans-Joachim Stuck im BMW M1 Turbo. Exklusiv für ck-modelcars hat CMR den Momo-Porsche im besonderen Maßstab 1:12 aus Resine gefertigt. Dabei wurde das Modell in der gewohnt hochwertigen Qualität produziert und spiegelt das Original bestmöglich wider.
Auch nachdem Moretti sein Unternehmen 1996 verkauft hatte, feierte er noch wichtige Erfolge mit Ferrari. Mit dem Prototyp 333 SP, an dessen Entstehung er maßgeblich beteiligt gewesen war, erzielte Moretti 1997 mit Platz sechs sein bestes Ergebnis seiner insgesamt vier Le Mans-Teilnahmen. Im Folgejahr siegte er bei den 24 Stunden von Daytona, den 12 Stunden von Sebring und den 6 Stunden in Watkins Glen, bevor er seine Karriere im Alter von 60 Jahren beendete. Gianpiero Moretti verstarb 2012 mit 71 Jahren an Krebs.
Porsche 935/78 Moby Dick #70 MOMO 2nd DRM Norisring 1981 G. Moretti 1:12, UVP 219,95 €, Art-Nr.: CMR12033
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